Buchtipp: „Ab ins Netz – Wie Kinder sicher in der digitalen Welt ankommen und ihre Eltern dabei entspannt bleiben“

 

Zur Verfügung gestellt von randomhouse.de

von Katja Reim mit Illustrationen von Diana Meier-Soriat, erschienen 2017 im Kösel-Verlag.

Wie können Eltern ihre Kinder beim Einstieg ins „Netz“ unterstützen? Wo lauern die Gefahren in der digitalen Welt und wie kann ich mein Kind unterstützen damit richtig umzugehen? Wieviel Kontrolle ist gut? Und was kann ich Kindern zutrauen? Wie kann ich mein Kind begleiten? – denn das ist sicher besser als verbieten.

 

Diese Fragen stellen sich wohl viele Eltern mit kleinen und auch schon etwas größeren Kindern.

Man hört Schlagworte wie Cybermobbing oder „Sexting“ und denkt sich „Wie kann ich mein Kind davor bewahren?“

 

Katja Reim beginnt schon in der frühen Kindheit damit ihre Tochter Maria an die digitale Welt heranzuführen. Sie meint, dass man in dieser Phase den Kindern am Besten einen verantwortungsvollen Umgang damit beibringen kann – später, in der Pubertät, werden sich die Jugendlichen nicht mehr viel von den Eltern dreinreden lassen.

 

Wie echt ist Werbung?

Besonders wichtig ist ihr ihrer Tochter zu zeigen dass diese digitale Welt nicht real ist und mit verschiedensten Mitteln manipuliert werden kann. Ein Kapitel widmet sie beispielsweise der Werbung. Ihre Tochter macht bereits selbst Fotos mit ihrer Kinderkamera und ist sich sicher, dass Fotos echt sind – deshalb müssen auch Werbeplakate echt sein, denn diese sind ja Fotos. Schließlich zeigt ihr ihre Mutter Fotoshop und eine Frisur-Änderungs-App. Für Maria ist das Arbeiten mit Fotoshop ein lustiges Spiel und sie sieht das Ergebnis eher wie ein selbstgemaltes Bild als wie ein Foto. Werbung schürt das Verlangen nach etwas und zeigt es uns deshalb in besonders schönen Bildern – das versuchte die Autorin ihrer Tochter klarzumachen.

 

Was ist real?

Für Kinder sind Medien völlig selbstverständlich und die “Grenze zwischen Fantasie, realer, fiktiver und virtueller Welt” verschwimmen. Für Kinder ist es schwer zu erkennen was eine Geschichte und was “echt” ist – so spielte die Autorin beispielsweise mit ihrer Tochter ein Märchen vor laufender Kamera nach und danach schauten sie es sich gemeinsam an. Dabei wusste Maria natürlich, dass das was sie anschaute nur gespielt war – denn sie hatte es ja selbst gespielt.

 

Kann ich Fotos im Netz kontrollieren?

Natürlich geht es in weitere Folge in diesem Buch um das Internet und seine Vorteile, aber auch seine Gefahren. Beispielsweise den Weg und die Veränderungen die Fotos durchleben können. Sie schickten das Foto einer Puppe auf die Reise. Das Bild wurde auf dem Blog der Autorin und auf Facebook gestellt, mit der Bitte es zu verändern und zurückzuschicken. Schließlich kamen viele Mails mit den veränderten Puppenfotos – aus aller Welt. So erkannte Maria, dass man keine Kontrolle mehr über ein Foto hat das einmal ins Internet gestellt wird.

 

Weitere Themen im Buch!

Natürlich sind auch Spiele und Zeitbegrenzungen, aber auch der Schutz der eigenen Privatsphäre und nicht jugendfreie Inhalte im Netz Themen dieses Buches. Es ist sehr übersichtlich aufgebaut. Jedes Kapitel widmet sich einem eigenen Thema und die Autorin bringt dazu immer Beispiele aus dem Alltag mit ihrer Tochter und Ideen wie man Kindern verschiedenen Aspekte der digitalen Welt näherbringen kann. Am Ende jedes Kapitels finden sich weiterführende Internetlinks für Eltern, aber auch für Pädagogen.

 

Mein Fazit!

Das Buch ist sehr angenehm zu lesen und die Illustrationen lockern es zusätzlich auf. Mir hat das Buch gut gefallen und viele Ideen und Denkanstöße gegeben. Die digitale Welt und ganz besonders das Internet sind eine große Spielwiese, aber Kinder müssen lernen wie sie sich sicher darauf bewegen können und dazu ist dieses Buch wirklich empfehlenswert.

 

Wie entdeckt das Wurzelinchen die digitale Welt?

Für mich ist das Wurzelinchen für Smartphone und Tablet, mit ihren fast 4 Jahren, noch zu jung. Als wir noch öfter lange mit dem Zug unterwegs waren, habe ich sie am Tablet kurze Filme schauen lassen, aber jetzt ist das Tablet eigentlich kein Thema. Am Computer möchte sie manchmal im Word „schreiben“ – sie schreibt dann ihren Namen und lustige Buchstabenkombinationen die wir dann vorlesen müssen. Sie hat noch nie Handy- oder PC-Spiele gespielt – sie hat eigentlich noch kein Interesse daran gezeigt. Und vor dem Schuleintritt muss es für mich nicht sein, dass sie damit anfängt – so denke ich zumindest jetzt darüber.

Die digitale Welt sind bei uns im Moment DVDs und dabei ist es mir wichtig die Filme immer einmal mit dem Wurzelinchen gemeinsam anzuschauen um zu wissen was genau passiert, damit ich mit ihr darüber sprechen kann. In diesem Kontext stellt sich auch die Frage „Was ist real und was gibt es nur in Geschichten/im Film/im Märchen?“.

 

Wie entdecken eure Kinder die digitale Welt und was ist euch dabei besonders wichtig? Ich freue mich über eure Kommentare!

 

 

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