Kinder brauchen Musik!

Diesen Satz hört man immer wieder und er ist so wahr! Musik ist eine ganz besondere Sprache und es ist wichtig, dass Kinder mit dieser Sprache in Berührung kommen. Und da höre ich jetzt schon einige LeserInnen sagen (oder denken) „Aber ich bin doch unmusikalisch“ oder „Ich kann doch nicht singen“. Dazu muss ich euch gleich eines sagen: Weniger als 0,4% der Weltbevölkerung sind wirklich unmusikalisch. Haben also wirklich nicht die Fähigkeit Musik richtig wahrzunehmen oder Töne richtig nachzusingen. Die restlichen 99,6% der Menschen haben eine grundlegende Musikalität – bei manchen ist sie ausgeprägter als bei anderen, aber grundsätzlich ist sie bei allen vorhanden. Aber es ist natürlich alles eine Frage der Übung.

Singen ist wichtig!

Es einfach wichtig, dass mit Kindern gesungen wird. Ob das vielleicht ein bisschen schief ist, ist nicht wichtig. Das Wurzelinchen liebt es wenn wir ihr vorsingen – egal ob ich es tue (mit meiner musikalischen Ausbildung) oder der Wurzelpapa (mit wenig Übung und manchmal auch ein bisschen schief oder mit eigenen Melodie-Auslegungen) oder die Wurzel-Oma (etwas tiefer als die Wurzel-Mama) oder der Wurzel-Opa (auch eher schief aber nicht weniger hingebungsvoll). Kinder lieben Singen und sie lieben es wie die Menschen die sie lieben Singen!!

Warum ist Musik wichtig?

Schon im Mutterleib hören Kinder Musik (und erkennen diese später auch wieder). Als Säuglinge lassen sie sich oft durch Summen oder Singen beruhigen. Warum? Weil Leben Rhythmus ist – schon der mütterliche Herzschlag, den die Kinder im Mutterleib hören, ist Rhythmus und beruhigt. Und auch später wirkt eine immer wiederkehrende Melodie, in Verbindung mit leichten Wiegebewegungen, beruhigend.

Je älter Kinder werden um so aktiver nehmen sie Musik wahr und sie beginnen an Musik teilzunehmen. Sie „singen“ mit ihrer Stimme oder sie bewegen den Kopf zur Musik. Außerdem lieben Kinder Lieder die ihnen vorgesungen werden (natürlich nicht alle – das Wurzelinchen hatte da von Anfang an genaue Vorstellungen und hat auf so manches Lied oder Musikstück auf der Harfe oder am Klavier mit Weinen reagiert).

Heute, mit 2,5 Jahren kennt das Wurzelinchen ganze Textteile und singt auch schon Melodien nach. Und wählerisch ist sie nach wie vor :-).

Was bewirken Lieder?

Durch Lieder und Musikstücke werden Emotionen vermittelt und Geschichten erzählt. Es gibt lange Strophenlieder die ganze Geschichten erzählen – beim Refrain kann mitgesungen werden, bei den vielen Strophen hört man zu. Es gibt Lieder zum Mittanzen oder zum Mitspielen mit den Fingern. Kinder merken sich solche Dinge ungemein schnell und dadurch merken sie sich auch den Text des Liedes sehr schnell. Kinder machen gern Musik – mit allem was ihnen in die Finder kommt und sie singen auch gerne vor sich hin – einfach so. Musik ist im Menschen!

Ein Instrument für jedes Kind!  – Warum aktives Musizieren wichtig ist.

Auch das aktive Musizieren, zuerst mit Körperinstrumenten (Klatschen, Stampfen, …) und selbstgebauten Instrumenten (Rasseln aus Joghurtbechern, …), später mit Orff-Instrumenten (Glockenspiel, Klanghölzer, Triangel, …) und dann mit Instrumenten wie der Flöte, der Geigen, dem Klavier, … macht Kindern große Freude. Klänge zu erzeugen ist schön und lustvoll und liegt in der Natur des Menschen.

Bei älteren Kindern gibt es Studien die besagen, dass regelmäßiges Musizieren auch die Konzentration und in weiterer Folge die Schulleistungen fördert. Außerdem verbessert sich auch die soziale Kompetenz. Der Autor dieser Studie, Hans Günther Bastian, forderte „Ein Instrument für jedes Kind“. Dieser Forderung kann ich mich nur anschließen – egal ob die schulischen Leistungen nun durch das Musizieren verbessert werden oder nicht. Musizieren fördert die Konzentration und durch das Spiel mit beiden Händen werden die beiden Gehirnhälften besonders gut vernetzt, was sich sicher positiv auswirkt. Zusammenspielen erfordert ein hohes Maß an sozialer Kompetenz – man muss aufeinander hören und miteinander spielen. Musizieren ist eine wunderschöne Erfahrung und sollte nicht davon abhängig sein ob sich die Eltern ein Instrument leisten können oder nicht.

 

Das Wurzelinchen und ich singen und musizieren fast täglich und haben große Freude dabei. Nächste Woche möchte ich euch verschiedenen Möglichkeiten vorstellen wie ihr Musik in euren Alltag einbauen könnt. Außerdem möchte ich euch ein sehr nettes Buch zu diesem Thema vorstellen! Hier geht es zu Teil 2.

Ich würde mich freuen wenn ihr mir schreibt wie wichtig Musik und Singen für euch ist!

 

Mit diesem Beitrag nehme ich am Eltern Blog Award 2016 teil: www.scoyo.de/eltern/scoyo-lieblinge/blog-award/eltern-blog-award-bewerben.“

 

Quellen:

Studie: Hand Günther Bastian. 2000. Musik(erziehung) und ihre Wirkung.

Wilfried Gruhn. 2013. Kinder brauchen Musik.

 

Bild: pixabay.com

 

Musik und Sprache sind eng verbunden. Hier könnt ihr nachlesen warum Reime wichtig sind und wie ihr Geschichten noch spannender erzählt.

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