10 Tipps und Tricks zum Geschichten-Erzählen

Tipps und Tricks

1) Sich einen besonderen Ort zum Geschichten-Erzählen suchen

Vielleicht in einem besonderen Sessel, in der Kuschelecke, in einem „Geschichten-Zelt“, auf der „Geschichten-Decke“ oder dem fliegenden „Geschichten-Teppich“.

 

2) Eine kleine Melodie als Einleitung spielen

Zum Beispiel auf dem Glockenspiel, der Flöte, ein paar Schläge auf der Trommel, … Immer das gleiche, so wie die Signation einer Serie.

 

3) Bildlich erzählen

Die Szenerie beschreiben, wie sieht es dort aus, welche Tageszeit, wie sehen die Menschen aus, welche Kleidung tragen sie, … Adjektive verwenden, die Stimme verstellen.

Wie ausführlich erzählt wird, hängt natürlich vom Alter der Kinder ab. Je jünger um so weniger detailreich.

 

4) Sprechpausen machen

So wie man beim Schreiben Absätze macht, beim Vorlesen umblättert, so muss man beim Erzählen auch kleine Pausen machen, damit sich Information setzen kann, oder eine Stimmung gespürt werden kann.

 

5) Geschichten dem Alter der Kinder anpassen

Jüngere Kinder können mit Märchen noch nicht so viel anfangen. Für sie sind realistische Geschichten aus ihrer Lebensumwelt besser geeignet – Einkaufen gehen, zum Arzt gehen, Tiere im Zoo ansehen, Spielzeug teilen müssen, Krank sein, auf der Baustelle, …. Aber auch Geschichten aus der Sicht eines Tieres gefallen Kindern in diesem Alter oft – z.B. die Biene fliegt Honig sammeln, der kleine Bär trifft den kleinen Igel, …

Mit ca. 4  Jahren beginnen Kinder (einfache) Märchen zu verstehen, dann eröffnet sich natürlich ein neues Geschichtenfeld. Kinder bekommen Freude an märchenhaften und auch an gleichnishaften Erzählungen, sowie an Fabeln. Geschichten mit einer „Moral“ werden auch interessant.

6) Mehrere Geschichten für eine Figur erfinden

Wenn man selbst Geschichten erfindet, dann kann man sich eine Figur und Freunde/Feinde dazu überlegen. Dann kann man diese Truppe verschiedene Abenteuer erleben lassen. Kinder mögen Figuren die sich bereits kennen.

 

7) Hand- und Fingerpuppen verwenden

Mit Figuren wird das Erzählte gleich anschaulicher.

Hier findet ihr eine Anleitung für einfache Fingerpuppen aus Gummihandschuhen und ganz viele Ideen und Anregungen gibt es hier auf meiner Pinterest Seite.

 

8) Die magische Geschichten-Schachtel

Jeden Tag eine andere Geschichte? Schauplätze und Figuren bunt miteinander kombinieren? Das geht mit der magischen Geschichten-Schachtel.

Eine sehr nette Idee um immer wieder neue Geschichten zu erzählen und vor allem um Kinder dabei zu unterstützen selbst Geschichten zu erfinden. Hier findet ihr die Anleitung zum Nachmachen.  Auch gut geeignet für längere Autofahren.

 

9) Ein Theater bauen

Ein kleines Theater aus einer Schachtel und einem Stück Stoff und Figuren aus Eisstielen und Kartons. Hier gehts zur Bastelanleitung. Für die Figuren kann man selbst welche erfinden und zeichnen oder sich Charaktere aus dem Internet ausdrucken.

 

10) Kindern Verkleidungs- und Spielmaterial anbieten

Damit sie die gehörten Geschichten auch nachspielen können. Für Märchen beispielsweise eine goldene Kugel, eine rote Mütze und einen Korb, …

 

 

Was macht Geschichten-Erzählen besonders?

Beim Geschichten erzählen hat man nicht das Buch an das man sich halten muss. Man kann frei erzählen, man kann das Kind anschauen und kann noch viel mehr Emotionen hineinlegen.

Das Wurzelinchen mag Geschichten erzählen noch nicht so gerne. Sie hat lieber Bücher wo sie die Bilder anschauen kann. Aber Hörbücher mag sie schon, das ist ja auch eine erzählte Geschichte. Ich werde es weiter versuchen – auch mit den Tipps die ich euch heute vorstellen möchte.

Noch ein paar allgemeine Dinge zum Geschichten-Erzählen:

Ich habe einmal einen irischen Geschichtenerzähler (einen Storyteller) erlebt. Niall de Búrca. Das war großartig. Ein Saal voll erwachsener Menschen hing an seinen Lippen und fieberte mit seinen Erzählungen (in wunderbarem Englisch mit irischem Akzent – traumhaft) mit. Geschichten sind magisch und eine Geschichte spannend und lebhaft erzählen zu können, ist eine Kunst. Dieser Storyteller ist ein Künstler. Ich habe zwei CDs von ihm die ich immer wieder gerne höre. Ist natürlich mit dem Live-Erlebnis nicht zu vergleichen, aber trotzdem gut.

Karl Riedel erzählt Geschichten zur Drehleier, wie es vor vielen hundert Jahren üblich war – auch eine ganz tolle Erfahrung.

Bevor sich die Schrift entwickelte, wurde Wissen, Mythen, Legenden und Historisches mündlich weitergegeben, in Form von gesungenen Geschichten. Wir kennen die großen Heldensagen wie die Illias, die Odyssee, die Edda, Beowulf, das Nibelungenlied, …. Alles große Geschichten, die die Menschen weitererzählten, bis sie letztendlich aufgeschrieben wurden.

Es ist etwas sehr Ursprüngliches Geschichten zu erzählen und Kindern und Erwachsenen macht es meist große Freude.

 

Foto: pixabay.com – bearbeitet von wurzelinchen.com

Auch das erzählen von Reimen ist für Kinder wichtig. Warum? Das lest ihr hier.

Und auch das Vorlesen von Büchern sollte viel Platz im Alltag haben.

Mehr dazu findet ihr hier und hier.

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6 Gedanken zu „10 Tipps und Tricks zum Geschichten-Erzählen

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