Blogparade: Darf man heute noch Hausfrau sein?

Ich mache sehr gerne bei der Blogparade von sonjasbesonderewelt mit.

Das Wurzelinchen ist jetzt 2 Jahre und 4 Monate alt und seit ihrer Geburt bin ich zu Hause. Und ich bin gerne zu Hause. Meistens. Natürlich gibt es Tage an denen ich mir denke, dass ich gerne arbeiten würde. Der Kontakt zu den SchülerInnen und KollegInnen geht mir manchmal schon ab. Aber durch meinen Blog und durch mein Engagement in der evangelischen Gemeinde habe auch ich neue Betätigungsfelder für mich gefunden.

Ja, manchmal beneide ich meinen Mann, der ein abwechslungsreiches Berufsleben hat, interessante Leute kennenlernt und zwischendurch spannende Vorträge hört und auch selbst positive Rückmeldungen für erbrachte Leistungen bekommt.

Aber auch mein Mann beneidet mich, um die viele Zeit die ich mit unserem Wurzelinchen verbringen kann. Um die vielen schönen Momente die ich jeden Tag mit ihr erleben darf.

Ja, das ist wirklich ein Privileg!

Ich darf alle Entwicklungsschritte hautnah miterleben. Ich höre täglich Wörter oder Sätze bei denen ich mir denke „Wow, das ist neu“. Ich sehe fast täglich neue Dinge, die das Wurzelinchen auf einmal kann. Das ist schön. Natürlich sehen das arbeitende Mütter auch, aber vielleicht nicht so intensiv, weil nicht so viel Zeit ist.

Ich muss gleich dazusagen, ich bewundere alle Mütter die (kleine) Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen. Aber für mich passt es im Moment nicht und ich bin froh, dass es sich finanziell ausgeht. Natürlich merken wir es auch im Haushaltsbudget, dass nur einer verdient, aber es ist okay. Ich wollte letzten Herbst eigentlich wieder arbeiten gehen. Mit einer halben Lehrverpflichtung, aber das hat sich nicht ergeben. Das Wurzelinchen hatte sogar schon einen Krippenplatz. Heute bin ich sehr froh, dass es nicht geklappt hat. Mit eineinhalb Jahren sind sie schon noch klein. Mit unter einem Jahr hätte ich es mir überhaupt nicht vorstellen können, da finde ich Fremdbetreuung noch nicht gut.

Was ich als sehr schön und angenehm empfinde ist, dass wir in der Früh keinen (oder sagen wir wenig) Zeitdruck haben. Klar, wenn wir zum Turnen wollen müssen wir auch pünktlich dort sein. Aber es macht nichts wenn wir 5 Minuten später kommen. Und es ist ein Unterschied ob ich mein Kind um 7 Uhr im Kindergarten haben muss damit ich um 7.20 Uhr in der Schule sein kann, oder ob wir um 9.15 Uhr irgendwo sein sollen.

Natürlich möchte ich auch, dass das Wurzelinchen viel mit anderen Kindern zusammenkommt. Deshalb gehen wir auf den Spielplatz, ins Babycafe, zum Turnen, zum Singen, in die Kreativgruppe, …. Sie ist sehr offen und aufgeschlossen und geht voll Freude auf die anderen Kinder zu.

Und jetzt wird es dann wohl wirklich Zeit für den Kindergarten, wir waren schon dort und seitdem sagt das Wurzelinchen fast täglich „Du (das ist sie selbst) bald Kindergarten“. Sie freut sich schon sehr!

Von anderen Müttern habe ich eigentlich nie negative Reaktionen darauf bekommen, dass ich zu Hause bin. Im Gegenteil, viele meinten, dass sie auch gerne länger zu Hause geblieben wären, aber dass dann ihr Job weggewesen wäre, oder dass es sich finanziell einfach nicht anders ausgeht.

Meiner Meinung nach ist es schade, dass nicht jede Frau die freie Wahlmöglichkeit hat und dass der Staat nur darauf bedacht ist die Frauen möglichst schnell nach der Geburt wieder in den Beruf zu schicken. Das nützt der Wirtschaft, aber ob es den Frauen immer so dienlich ist?

Im 21. Jahrhundert sollten wir wirklich so weit sein die Eigenbetreuung des Kindes/der Kinder genauso zu schätzen wie die frühe Rückkehr in den Beruf. Ich denke jede Mutter will das Beste für ihr Kind. Aber um das Beste für das Kind zu geben, muss es auch der Mutter gut gehen. Und manche brauchen den Job um sich gut zu fühlen und anderen geht es gut wenn sie zu Hause bei ihren Kindern sein können.

Und sehr ärgerlich finde ich es dann wenn man als „rückschrittlich“ und „altmodisch“ oder als das „Heimchen am Herd“ dargestellt wird.

Kindererziehung ist eine wertvolle Aufgabe und doch wohl einer der wichtigsten Beiträge für unsere Gesellschaft. Und ich bin trotzdem eine moderne Frau und Mutter, auch wenn ich mich dafür entscheide die ersten Jahre mit meinem Kind/mit meinen Kindern zu Hause zu verbringen!!

In diesem Sinne, seid stolz darauf Mütter zu sein – seid stolz darauf berufstätige Mütter zu sein – seid stolz darauf Hausfrauen zu sein!!!

 

Hier habe ich auch noch zwei interessante Artikel zum Thema gefunden:

http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1471960

https://www.xing.com/news/klartext/ich-bin-vollzeitmutter-und-will-mich-nicht-entschuldigen-756?sc_o=da536_bn&xing_share=news

 

Neu hier? Dann starte am besten hier.

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