Tell me more: Interview mit Bloggerin Christina von ichmitkind.at

Heute darf ich euch meine liebe Bloggerkollegin Christina vorstellen.

Christina bloggt seit September 2015 auf ichmitkind.at. Ihr Sohn, das Kuschelkind, wie er liebevoll am Blog genannt wird, kam 2014 zur Welt. Christina ist studierte Grafiktechnikerin und Grafikdesignerin. Sie ist verheiratet und lebt in Oberösterreich.

Worüber ich mich besonders freue ist, dass Christina meine Wurzeline zeichnet – wir dürfen gespannt sein.

Ich durfte Christina einige Fragen stellen und sie hat mir so einiges erzählt:

 

 

Christina, hast du dich schon immer gerne zeichnerisch und grafisch ausgedrückt und war dir früh klar, dass du das beruflich machen möchtest, oder hattest du andere Interessen und Pläne?

Ich habe schon als kleines Kind sehr gerne gekritzelt. Das setzte sich auch als Teenager fort, als ich anfing, japanische Comics, sogenannte Mangas, zu zeichnen. Ich dachte allerdings nicht daran, dieses Hobby zum Beruf zu machen. Während meines Studiums für Medientechnik und -design wurde mir aber schnell klar, dass mich der technische Teil eher langweilte, während ich mich fürs Designen absolut begeistern konnte. Ich tobe mich in dem Bereich sehr gerne aus und habe beispielsweise auch unsere Hochzeitseinladungen komplett selbst gestaltet.

 

Du hast vorher als Grafikdesignerin gearbeitet und dann als Produktmanagerin. Was ist dir bei deiner Arbeit wichtig?

Die Arbeit muss mich fordern und es muss mir möglich sein, mich kreativ verwirklichen zu können. Nach dem Studium arbeitete ich als Grafikerin in einer großen Wirtschaftberatungsfirma. Hier gab es strikte Vorgaben und sehr wenig Gestaltungssspielraum. Nach drei Jahren wechselte ich in die Lebensmittelindustrie: Verpackungslayouts, Rezepthefte, Poster und Werbematerialien zu entwerfen wurde bald mein Lieblingsaufgabegebiet.

 

Dein Kuschelkind ist jetzt 18 Monate alt. Was empfandest du als die größte Umstellung oder Herausforderung seit du Mutter bist?

Ich bin Perfektionistin und zielstrebig. Diese beiden Eigenschaften muss man als Mama zum Teil ablegen. Der Alltag mit einem Kleinkind kann nicht perfekt sein und alles dauert einfach länger, als es mir oft lieb ist. Jedes Kleinkind hat seinen eigenen Willen und sein eigenes Tempo. Als Mama muss man lernen, darauf einzugehen.

 

Was ist dir in der Erziehung deines Sohnes besonders wichtig?

Ich denke es ist sehr wichtig, selbst ein gutes Vorbild zu sein. Wenn man zum Beispiel als Elternteil sein Kind ermahnt gesund zu essen, obwohl man selbst häufig zum Fast Food greift, hat das wenig Sinn. Wenn ich meinem Sohn Werte vermitteln möchte, muss ich ihm diese vorleben. Ich frage mich daher: Bin ich der Typ Mensch, von dem ich hoffe, dass mein Sohn es einmal wird? Möchte ich, dass mein Sohn später einmal so reagiert oder handelt, wie ich es gerade tue? 

 

Warum hast du zu bloggen begonnen?

Ich habe nach der Geburt des Kuschelkinds sehr gerne auf Mamablogs gestöbert. Mir gefiel, wie es manche Mamas schafften, mich mit banalen Alltagsgeschichten trotzdem immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Ich dachte: Das möchte ich auch können. Und dann startete ich meinen Blog und schrieb drauf los. Das positive Feedback auf meine Beiträge motiviert mich, immer weiterzumachen.

 

Und, weil es gerade bei dir auch ganz aktuell ist, weil du ja eben wieder zu arbeiten begonnen hast: Wie denkst du über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?

Vor der Geburt hatte ich eine genaue Vorstellung, ab wann und wie viele Stunden das Kuschelkind in die Krabbelstube gehen wird und ich wieder zu arbeiten beginne. Doch ich habe vergessen: Es geht nicht nur um mich und um meinen Arbeitgeber, auch wenn wir die Karenzvereinbarung unterschrieben haben. Es geht auch um das neue Menschlein. Es mag Kinder geben, die gehen ab einem Jahr in die Krabbelstube und haben den größten Spaß aller Zeiten. Es gibt aber auch Kinder, die schüchtern sind und vorläufig bei Mama noch am besten aufgehoben sind. Prinzipiell gibt es aber mittlerweile schon viele Möglichkeiten für Mamas, um wieder gut in den Job zurückzukehren. Wichtig dabei ist nur, dass sich alle wohlfühlen.

 

Vielen Dank für das Interview.

Ganz besonders möchte ich euch noch Christinas #freepicmonday ans Herz legen. Jeden ersten Montag im Monat gibt es eine von Christina gestaltete Illustration auf ihrem Blog – kostenlos zum Download. Schaut mal vorbei.

 

 

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