Religiöse Erziehung im Alltag.

So kurz vor Ostern möchte ich mich näher mit der religiösen Erziehung beschäftigen. Ein Thema bei dem die Meinungen auseinandergehen, aber doch ein Thema worüber viele Menschen nachdenken. Auch ich habe mir Gedanken dazu gemacht und ich würde mich auch über eure Gedanken dazu freuen.

Was ist religiöse Erziehung? Religiöse Erziehung hat zu Beginn noch nichts mit biblischen Geschichten und religiösen Bräuchen zu tun. Es ist wichtig für das Kind eine Umgebung voll Vertrauen und Geborgenheit zu schaffen. Zu wissen meine Eltern sind immer für mich da und lieben mich bedingungslos schafft großes Vertrauen, das Urvertrauen. Das ist notwendig um auch im späteren Leben Vertrauen zu haben und Beziehungen aufzubauen. Es hilft verwurzelt zu sein und trotzdem fliegen zu können – um mit Goethes Worten zu sprechen.

In weiterer Folge kann sich dieses vertrauensvolle Verhältnis auch auf eine Gottesbeziehung ausweiten – Gott liebt mich und ist immer für mich da.

Je älter das Kind wird umso mehr haben Geschichten, Gebete, Rituale und Bräuche Platz in der kindlichen Lebenswelt. Doch wieviel Platz diesen Dingen eingeräumt wird, liegt natürlich bei den Eltern.

Wie die religiöse Erziehung aussehen soll, dass muss jede Familie für sich selbst entscheiden. Die erste große Frage ist: Soll mein Kind getauft werden? Soll es einer religiösen Gemeinschaft angehören? Diese Fragen stellen sich viele Eltern. Und die Beantwortung dieser Fragen steht im Zusammenhang mit der eigenen religiösen Einstellung. Ist diese positiv werde ich dieses zustimmende Gefühl weitergeben, ist sie ablehnend werde ich dieses negative Gefühl weitergeben.

Als Mutter oder Vater muss ich mich fragen: Was bedeutet mir Religion/Spiritualität? Wie stehe ich zur Institution Kirche? Wie habe ich selbst als Kind religiöse Erziehung erlebt? Was möchte ich meinen Kind weitergeben? Was möchte ich auf keinen Fall für mein Kind?

Religiöse Erziehung heißt auch nicht „kirchliche “ Erziehung. Viele Leute glauben an Gott (oder eine höhere Macht, die sie anders nennen), können aber mit der Institution Kirche nicht viel anfangen und haben somit ihre eigenen Vorstellungen zur religiösen Erziehung ihres Kindes.

Manche Eltern möchten, dass ihr Kind später, wenn es alt genug ist, selbst wählt ob und welcher religiösen Gemeinschaft es angehören möchten. Aber ist es nicht schwierig sich für etwas zu entscheiden mit dem man nie wirklich etwas zu tun gehabt hat?

Andererseits ist es natürlich genau so schwierig Kinder für etwas zu interessieren, in diesem Fall für die Religion/Kirche, wenn man selbst, als Eltern, nicht dahinter steht. Eltern könnten es aber auch als Chance sehen sich mit der eigenen religiösen Einstellung auseinanderzusetzen und sich gemeinsam mit dem Kind auf die Entdeckungsreise „religiöse Erziehung“ zu begeben.

Andere Eltern wiederum sagen: Ich selbst kann nicht so viel mit Kirche und Religion anfangen, aber ich möchte, dass mein Kind das kennen lernt und deshalb kommen wir zum Kindergottesdienst.

Also, viele Gedanken, viele Möglichkeiten.

Für mich ist es wichtig, dass mein Kind Religion als Bereicherung und Kirche als einen Ort der Gemeinschaft und Geborgenheit erfährt. Auch ich habe das als Kind so erlebt und als Erwachsene empfinde ich das noch immer so.

Wie geht es euch damit?

 

Im nächsten Teil dieser Serie lest ihr:

Warum Religion für Kinder wichtig ist.

Was religiöse Erziehung nicht sein soll.

 

Im dritten Teil geht es um konkrete Ideen zur religiösen Erziehung.

 

Quellen:

http://www.t-online.de/eltern/erziehung/id_41335708/religioese-erziehung-die-frage-nach-gott-und-der-welt.html

http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2010-06/religion-erziehung

http://www.familienhandbuch.de/babys-kinder/bildungsbereiche/wertorientierung/warumsolltenelternkindereligioeserz.php

 

 

 

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