Die gustatorische Wahrnehmung – der Geschmackssinn

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In der gesamten Mundhöhle und auf der Zunge befinden sich die Geschmacksknospen, unsere Geschmackszellen. Sie sprechen nur auf wasserlösliche Stoffe an. Den Geschmack von festen Dingen können wir erst wahrnehmen wenn sie sich durch den Speichel gelöst haben. Es ist also eine Tätigkeit notwendig, es muss gelutscht und gekaut werden. Dann verwandelt sich der feste Stoff in einen Speisebrei der von den Geschmackszellen geschmeckt werden kann. Diese Zellen werden alle 10 Tage erneuert. Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Geschmackssinnes ab.

Da die Mundhöhle in Verbindung mit dem Nasenraum steht können wir auch Gerüche „schmecken“. Umgekehrt kann man nicht schmecken wenn man Schnupfen hat, weil die Nasenbelüftung fehlt.

Durch den Geschmackssinn können wir Nahrung schmecken und voneinander unterscheiden. Wir können zwischen vier Geschmacksqualitäten unterscheiden:

  • süß (wird vorwiegend von der Zungenspitze wahrgenommen)
  • salzig (wird vorwiegend von der Zungenspitze wahrgenommen)
  • sauer (wird vorwiegend am Zungenrand wahrgenommen)
  • bitter (wird vorwiegend am Zungenrand wahrgenommen)

 

Viele Geschmacksreize sind nicht eindeutig zuzuordnen, z.B. schmecken Orangen sauer und süß. Besonders empfindlich ist der Geschmackssinn bei Bitterstoffen, das ist auch ein Warnsystem und löst Brech- und Würgereflexe aus, weil besonders giftige Substanzen bitter schmecken.

 

Schmeckspiele:

 

Schmeck-Bar: die Kinder dürfen mit verbundenen Augen kleine Häppchen kosten. Worum handelt es sich? Und wie schmeckt es? Süß, sauer, salzig? Bitter wird als unangenehm empfunden und sollte weggelassen werden. Auch scharfe Dinge sollte man weglassen.

Wie verschieden schmeckt Brot: Verschiedene Brotsorten kosten (Roggen, Weizen, Dinkel, …). Anschließend kann man „Brotsorten-Raten“.

Saft-Bar: Säfte selbst herstellen und kosten.

Teeladen: verschiedene Tees zubereiten, auskühlen lassen und kosten. Am besten in undurchsichtigen Bechern mit Trinkhalmöffnung, damit die Farbe noch nichts verrät.

 

Bild: pixabay.com

 

Weitere Wahrnehmungsbereiche:

Die olfaktorische Wahrnehmung – der Geruchssinn

Die vestibuläre Wahrnehmung – das Gleichgewicht

Sinnesspiele – Tasten, Fühlen und Bewegen

Die Kinästhetische Wahrnehmung – der Bewegungs-, Kraft- und Stellungssinn

Die taktile Wahrnehmung – der Tastsinn

Sinnesspiele – Sehen und Hören

Die auditive Wahrnehmung – das Hören

Die visuelle Wahrnehmung – der Sehsinn

 

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9 Gedanken zu „Die gustatorische Wahrnehmung – der Geschmackssinn

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