Die olfaktorische Wahrnehmung – der Geruchssinn

Olfaktorische Wahrnehmung Riechen Geruchssinn Sinneswahrnehmung

Bei vielen Tierarten ist der Geruchssinn der wichtigste Orientierungssinn. Ganz so fein ist unser „Riechapparat“ nicht, aber auch für uns spielen Gerüche eine große Rolle. Gerüche wecken Erinnerungen und Emotionen. Die Phrase „jemanden riechen können“ kommt nicht von ungefähr, denn ob wir jemanden mögen hängt auch vom Geruch ab. Schon kleine Säuglinge können vertraute von fremden Gerüchen unterscheiden. Und sie erkennen die Mutter am Anfang besonders durch den Geruch.

Die Wirkung von Düften wird auch immer mehr wiederentdeckt – durch Räucherkerzen, Duftlampen, Gewürze, Kräuter, … Düfte können beleben, beruhigen, etc. und bei Räucherungen auch desinfizierend auf die Raumluft wirken.

Das olfaktorische System:

Die Reize die die Nase weiterleitet treffen zuerst auf die Riechschleimhaut (Regia olfaktoria) welche im obersten Nasengang liegt. Dort befinden sich die Riechzellen, die besondere Sinneshärchen enthalten. Diese Härchen sind von einem Schleim bedeckt und in diesem werden die Moleküle der Düfte gelöst und wahrgenommen.

Beim „Schnuppern“ oder „Schnüffeln“ wird die Luftzufuhr zu den Riechzellen erhöht und deshalb kann man besser riechen.

Auch über den Mund gelangen Gerüche zu den Riechzellen – deshalb überlagert sich riechen und schmecken beim Essen.

Menschen können tausende verschiedene Gerüche unterscheiden, aber man kann sie grob in einige Gruppen einteilen:

  • blumig (nach Rosen)
  • ätherisch (nach Birne)
  • moschusartig (nach Moschus)
  • kampferartig (nach Eukalyptus)
  • faulig (nach Schwefelwasserstoff)
  • stechend (nach Ameisen-/Essigsäure)

Riechspiele:

Spürhunde: riechende Duftquellen im Raum verstecken und die Kinder sind Spürhunde und müssen sie finden.

Duftmemory: in Cremedosen oder dunklen Gläsern werden verschiedene Gerüche gesammelt (Wattepads mit Rasierwasser, Parfum, …; getrocknete Kräuter, Kaffeepulver). Pro Geruch sind immer 2 vorhanden.

Geruchsbazar: ein Kaufmannsladen voller Gerüche. Dort kann man 10g Parfumduft, eine Packung Bergluft (Fichtennadeln), … kaufen.

Kräuterbeete: mit den Kindern Kräuter anpflanzen (Pfefferminze, Thymian, Basilikum, Salbei, …). Und dann auch zum Würzen von Speisen verwenden.

Quellen: Zimmer, Renate. 2005. „Handbuch zur Förderung der Sinneswahrnehmung. Grundlagen einer ganzheitlichen Bildung und Erziehung.“ Herder.

http://www.kindergarten-homepage.de/spiele/sinne.html

Weitere Wahrnehmungsbereiche:

Die gustatorische Wahrnehmung – der Geschmackssinn

Die vestibuläre Wahrnehmung – das Gleichgewicht

Sinnesspiele – Tasten, Fühlen und Bewegen

Die Kinästhetische Wahrnehmung – der Bewegungs-, Kraft- und Stellungssinn

Die taktile Wahrnehmung – der Tastsinn

Sinnesspiele – Sehen und Hören

Die auditive Wahrnehmung – das Hören

Die visuelle Wahrnehmung – der Sehsinn

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10 Gedanken zu „Die olfaktorische Wahrnehmung – der Geruchssinn

  1. Ich bin immer wieder erstaunt, wie mich Gerüche innerhalb von Millisekunden gedanklich an die verschiedensten Orte in meiner Erinnerung bringen können, an die ich schon ewig nicht mehr gedacht hab… In den Keller meiner Oma, vor den Christbaum, in die Gänge meiner alten Schule,…

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