Kuhmilchallergie – was ist das eigentlich?

Im Zuge der Blogparade von MamaWissen.de möchte auch ich hier am Blog über Kuhmilchallergie schreiben.

Mein Bruder und ich litten beide unter einer Kuhmilchunverträglichkeit. Bei mir (Jahrgang 1986) war der Weg bis zur Diagnose noch ein recht langer, da die Erkrankung noch nicht sehr bekannt war. Meine Symptome waren auch nicht typisch – ich war nachts, zwischen 2 und 4 Uhr, quietschvergnügt und hellwach, als hätte man mir einen Espresso eingeflößt. Erst nach längerer Zeit fand meine Mutter einen Zusammenhang zur Kuhmilch. Keine Kuhmilch/Milchprodukte = schläft wunderbar durch. Milch/Milchprodukte = viel Spaß von 2-4 Uhr Früh.

Mein Bruder reagierte auf Milchprodukte mit Durchfall. Unter Milchprodukte fallen auch alle Produkte mit Magermilchpulver (Kekse, Schokolade, …). Unsere Mutter fand Geburtstagsfeiern bei anderen Kindern immer ganz toll – da standen dann Durchfall und nächtliche Unterhaltung am Programm.

Wir bekamen dann Schafmilch (von einem benachbartem Bauern – im Geschäft gabs die noch nicht). Ich sehe meine Eltern heute noch diese Milch in Säckchen einschweißen und einfrieren, denn wenn die Schafe Lämmer hatten, brauchten sie die Milch ja für ihre eigenen Babys.

Im Schulalter gab sich die Unverträglichkeit bei beiden von uns und heute vertragen wir Milch recht problemlos.

Bei meiner kleinen Tochter hatte ich das von Anfang an im Hinterkopf und gab ihr, da es mit dem Stillen nicht klappen wollte, HA (Hypoallergen) Nahrung. Da ist das Eiweiß aufgespalten und somit leichter verträglich. Das soll Unverträglichkeiten vorbeugen.

Mit ca. 14 Monaten habe ich mit Kuhmilch begonnen – zuerst stark verdünnt (1/3 Milch + 2/3 Wasser) und dann immer weniger und in immer größeren Mengen. Und sie verträgt sie gut :-). Was sie aber nicht verträgt ist die normale Flaschennahrung. Ich habe versucht von HA auf normal umzustellen, aber da hatten wir es dann auch zwischen 2 und 4 besonders lustig. Ich weiß nicht ganz warum. Vielleicht das Magermilchpulver??

Soweit zu meinen persönlichen Erfahrungen mit Kuhmilchallergie. Hier nun noch einige allgemeine Informationen darüber:

Kuhmilchallergie (auch Kuhmilcheiweißallergie) ist nicht zu verwechseln mit Lactoseintoleranz. Menschen mit Lactseintoleranz vertragen auch keine Ziegen- oder Schaftmilch, weil auch diese Lactose enthalten. Kuhmilchallergiker vertragen die Milch anderer Tiere sehr wohl, weil sie wirklich nur auf das Eiweiß der Kuhmilch allergisch reagieren. 2-3% aller Babys leiden unter einer Kuhmilchallergie, bei 90% der Kinder entwickelt sich die Toleranz bis zum Schulalter. Somit leiden nur noch sehr wenige Erwachsene an ihr.

Das Kuhmilcheiweiß ist das erste „Fremdeiweiß“ mit dem Säuglinge konfrontiert werden uns deshalb wird es oftmals vom Körper als „gefährlich“ eingestuft.

Die Symptome sind vielfältig, einige treten sofort nach dem Kontakt mit Kuhmilch auf, andere können bis zu 48! Stunden später auftreten – das macht das Erkennen eines Zusammenhangs mit der Milch natürlich schwierig.

Die Symptome reichen von Hautreizungen und -rötungen, über Magen-Darm-Probleme, wie Erbrechen, Übelkeit, Durchfall oder Verstopfung, bis zu Atembeschwerden, Unruhe, Schlafstörungen und im schlimmsten Fall bis zum anaphylaktischen Schock.

Bei Verdacht auf Kuhmilchallergie sollte man einen Arzt aufsuchen, welcher einen Hauttest und Bluttest durchführen kann.  Hilfreich ist auch das Führen eines Ernährungstagebuch.

Weitere Infos unter:

http://www.mamawissen.de/blogparade-kuhmilchallergie-beim-baby/ 

http://www.neocate.de/was-ist-kuhmilchallergie/allergietest/

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